Katholischer Frauenbund Neuötting

miteinander - füreinander



News:


Am 03.07.2022 findet unser Jubiläum statt 


Unser wunderschöner Fronleichnamsteppich

 

Ausstellungseröffnung „Boden schätzen – Boden schützen“
Am Dienstag Abend wurde die zweite Ausstellung „Boden schätzen – Boden schützen“ im Rahmen des 100jährigen Bestehens des Kath. Frauenbundes Neuötting im Lichthof des Rathauses eröffnet. Die musikalische Umrahmung übernahm Ingrid Weißl mit Saxophon und Akkordeon.
Evi Eichberger vom Frauenbund freute sich, dass dieses Mal eine Ausstellungseröffnung mit Rednern und Stehempfang möglich war. Die erste Ausstellungseröffnung „Wasser – ein kostbares Gut“ im November konnte ja wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden. Sie dankte Herrn Bürgermeister Peter Haugeneder dafür, dass die Ausstellungen im Lichthof des Rathauses durchgeführt werden können. Mit diesen beiden Ausstellungen möchte der Frauenbund auf die Bedeutung dieser Recourcen aufmerksam machen. Ohne diese Voraussetzungen können wir nicht existieren. Darum ist dem Frauenbund der Schutz von Wasser und Boden ein wirklich großes Anliegen.
Bürgermeister Peter Haugeneder wies in seiner Ansprache darauf hin, dass es für die Stadt nicht immer leicht ist, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen – schließlich bedeuten Gewerbegebiete auch Steuereinnahmen.
Der geistliche Beirat des Frauenbundes, Dekan und Stadtpfarrer Heribert Schauer gab den Anwesenden zu bedenken, dass wir die Erde vom Schöpfer nur geliehen bekommen haben und wir sorgsam damit umzugehen haben.
Marianne Speckbacher vom Dekanat meinte, dass der Boden auch eine generationenübergreifende Bedeutung hat. Wir haben Grund und Boden von unseren Eltern vererbt bekommen und wir wiederum geben Boden an unsere Kinder weiter. Wir müssen schauen, dass wir die Böden möglichst intakt halten, damit die Zukunft unserer Nahrungsmittelversorgung gesichert ist. In der Landwirtschaft hat ja schon ein Umdenken eingesetzt: es wird mit umweltgerechtem Pflanzenschutz gearbeitet und auch bodenschonende Anbaumethoden werden gefördert.
In Deutschland steigt die Siedlungs- u. Verkehrsdichte kontinuierlich an – allein in Bayern wird täglich eine Fläche von 12 ha versiegelt führte Maria Stemmer vom Bayerischen Bauernverband aus. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen wie Wasserspeicherung oder Klimaregulation unwiederbringlich verloren. Mit Meterstäben legte sie einen Quadratmeter Boden aus – auf einem Quadratmeter Boden wachsen z. B. Weizen für 750 g Mehl oder Gerste für ein kleines Fläschchen Bier. Jeder kann durch das eigene Handeln Boden gut machen, z. B. beim Einkauf (regional, saisonal und ökologisch) und heimische Erzeuger unterstützen. Beim Hausbau darauf achten, dass auch noch genügend Grünfläche bleibt, nicht alles mit Pflaster versiegeln. Im Garten auf chemischen Pflanzenschutz verzichten und die Artenvielfalt durch naturnahe Gartengestaltung fördern.
Evi Eichberger bedankte sich bei allen Rednern für ihre interessanten Ausführungen. Das Thema Boden wurde dadurch von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet. Musikerin Ingrid Weißl erhielt zum Dank ein Flascherl Eierlikör vom Bruckmeier-Ladl. Anschließend luden die Frauenbund-Frauen noch zum Stehempfang mit Sekt und Häppchen.
Die Ausstellung „Boden schätzen – Boden schützen“ ist noch bis Mitte April zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.
  • P1080445
  • P1080446
  • P1080450
  • P1080457
  • P1080461
  • P1080478
  • P1080479
  • P1080480
  • P1080481
  • P1080472


 

Gemeinsam Wege und Hürden bestritten

Gottesdienst zum 100-jährigen Bestehen des Frauenbundes – Texte und Fürbitten der Mitglieder


Den Gottesdienst feierte die gesamte Vorstandschaft mit Stadtpfarrer Heribert Schauer und der Ehrenvorsitzenden Hilda Bauer (mittig sitzend).


Neuötting.

 „Unterwegs in und mit der Gemeinschaft des Frauenbundes“, so titelten die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes Neuötting den Festgottesdienst am Samstagabend in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus.

Mit diesem Gottesdienst starteten sie in das Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen des Vereins katholisch und ökumenisch engagierter Frauen in der Innstadt (der Anzeiger berichtete).

Stadtpfarrer Heribert Schauer zelebrierte den Jubiläumsgottesdienst, der mit dem 22. Januar auf den tatsächlichen Gründungstag des Vorgängervereins vor 100 Jahren fiel. Schauer brachte in den Gottesdienst unter anderem den Freiheitsgedanken des Frauenbundes ein. 

Freiheit auf die Rolle der Frau bezogen, aber auch Freiheit in der Entscheidungsfindung eines jeden einzelnen. Zurückblickend stellte er fest, es habe sich viel getan. Etwa die Möglichkeit, dass sich Frauen in der Kirche engagieren können – und dabei gebe es noch „Luft nach oben“.

Jeder Pfarrer dürfte über die Impulse, die da kommen, froh sein.„ Unser Auftrag sollte sein, dass Freiheit mehr Gewicht bekommt. Bringt Euch weiterhin ein, auch, wenn Gegenwind kommt“, forderte er die Frauen auf.

Aus aktuellem Anlass ging Schauer auch auf die derzeitigen Missbrauchsvorwürfe im kirchlichen Bereich ein. „Wer ein Kind missbraucht, foltert die Seele eines Menschen, und man könnte den Glauben verlieren, wenn so viele schreckliche Dinge in Räumen der Kirche geschehen“, waren seineWorte hierzu, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich Schuldige dazu bekennen und um

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen der Frauenbundchor und dessen Musikerinnen.



Opfern geholfen werden muss und so etwas nie wieder geschehen darf.

In selbst verfassten Texten und Fürbitten gingen die Mitglieder des Frauenbundes in Gestalt von Martha Bruckmeier, Christa Koblbauer, Evi Eichberger und Karin Bartinger auf den gemeinsamen Weg mit dem Verein und dessen Belange ein. Man gehe viele Wege: Im Haus, zum Einkaufen, zur Arbeit – manche allein, manche gemeinsam. Aber diese Wege bringen Menschen zusammen. 

Manche Wege sind vertraut, wie liebgewordene Traditionen, die Sicherheit geben und eine Gemeinschaft bilden, die Verlässlichkeit beweist. Manches Mal überraschten aber auch Kurven, wie im Dritten Reich, als der Frauenbund verboten war. Auch jetzt würde eine „Kurve“ das Ziel aus den Augen verlieren lassen. Doch Kurven tragen dazu bei, aufmerksam auf dem Weg zu bleiben und die Orientierung zu überprüfen.

Wegstücke, die Kraft und langem Atem forderten, zeigen die Wichtigkeit auf, sich gegenseitig zu stützen. Diese Botschaften übermittelten ihre Worte, zuzüglich der Bitten um Gottes Beistand für die Verantwortlichen im Frauenbund und dessen Arbeit. 

Musikalisch gestaltete der Frauenbundchor den Gottesdienst unter Leitung von Elisabeth Hermann am Klavier mit Anna-Theresa Buxbaum, Geige und Sophia Heuwieser, Cello – Tochter und Enkelinnen der Frauenbund-Ehrenvorsitzenden Hilda Bauer. Mit überwiegend Taizé- und Lebensliedern, wie etwa „Zur Mitte kommen“ von Kathi Stimmer-Salzeder, schufen sie eine sowohl anregende wie auch meditative Stimmung.

Bericht und Fotos: Petra Kähsmann vom pnp